Über Feng Shui

Feng Shui ist eine Jahrtausende alte daoistische Harmonielehre aus China, die das Gleichgewicht zwischen allen Gegensätzlichkeiten fördert. Feng bedeutet Wind, Shui bedeutet Wasser. Die beiden Elemente sollen in einem ausgewogenen, angemessenen Verhältnis stehen, damit die positive Lebensenergie - das Qi - in ausreichendem Maße vorhanden ist und gut fließen kann.

 

Feng Shui basiert auf dem Weltprinzip und der Wechselbeziehung zwischen Yin und Yang, also einem Paar von Gegensätzen wie warm und kalt, männlich und weiblich, Licht und Schatten etc. Die Lehre ist verknüpft mit der Vorstellung des Qi, der Lebensenergie. Die fünf Elemente (auch "Fünf Wandlungsphasen" genannt) verkörpern die einzelnen Ausdrucksformen des Qi: Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Alles im Kosmos lässt sich diesen Wandlungsphasen, also verschiedenen Arten von Energie, zuordnen. Die Elemente bilden untereinander einen Zyklus und beeinflussen sich gegenseitig. Jedes Element verfügt dabei über einen Yin- und Yang-Aspekt.

 

Das klassische Feng Shui entwickelte Methoden, die uns erlauben, diese Wechselwirkungen zu verstehen, darzustellen und sogar durch Gestaltung zu verändern. Somit wurde uns ermöglicht, unsere Leistungsfähigkeit, Gesundheit oder auch die persönlichen Talente zu stärken und die negativen Einflüsse der Lebensumgebung zu minimieren.

Klassisches Feng Shui vs. New-Age-Feng-Shui

Die älteste Schule im klassischen Feng Shui ist die "Formschule". Hier geht es ursprünglich um die optimale Auswahl eines Ortes für einen Bauplatz oder eine Grabstätte (Ying-und-Yang-Prinzip), der durch die natürliche Landschaftsformation geschützt ist. Die "Fliegende-Sterne-Methode" und die "Acht-Häuser-Methode" sind die populärsten Methoden und berücksichtigen auch die zeitlichen Aspekte. Imperial Feng Shui ist eine Stilart des klassischen Feng Shui, die auch am chinesischen Kaiserhof benutzt wurde.

 

Das New-Age-Feng-Shui, auch Neo-Feng-Shui oder in Fachkreisen despektierlich auch "Tütensuppen-" oder "McDonalds-Feng-Shui" genannt, ist ein neues durch Vermischung von Feng Shui, Esoterik- und New-Age-Bewegung im Westen entstandenes System. Es ist eine sehr vereinfachte Methode, bei der in der Regel das sogenannte Drei-Türen-Bagua benutzt wird, das keine Himmelsrichtungen berücksichtigt. Es unterscheidet zwischen einer Form- und einer Kompassschule. Es werden Glückobjekte oder Hilfsmittel eingesetzt wie Flöten, Geldfrösche, Fächer, Düfte etc., die "gutes Feng Shui produzieren" sollen.